TSV Lustnau 1888
TSV Lustnau 1888

Das tut weh: TSV verliert auch das Derby gegen Pfrondorf

Spiel kurz vor der Absage / SVP gewinnt verdient / TSV im dritten Spiel ohne eigenes Tor

Der Rasen in Lustnau war nicht bespielbar.

(17. November) Der TSV Lustnau hat das Toreschießen verlernt und steckt in der Kreisliga A in einen kleinen Serie. Gestern verlor die Mannschaft um Spielertrainer Perica Lekavski ausgerechnet das mit Spannung erwartete Derby gegen den SV Pfrondorf mit 0:1 (0:0). War Pfrondorf in den ersten 45 Minuten die bessere Mannschaft mit den besseren Möglichkeiten, riss Lustnau nach der Pause das Spiel an sich. Allerdings fehlte dem TSV der entscheidende Zug zum Tor, was zehn Minuten vor Schluss durch Pfrondorfs Hahn schmerzlich bestraft wurde.

 

Beinahe wäre es gar nicht zum Derby gekommen. Der Rasenplatz in Lustnau war nach den heftigen Regenfällen am Samstag und in der Nacht auf Sonntag nicht mehr bespielbar. Auch ein Heimrechttausch wäre am Sonntagmorgen zu spät gewesen. Es war reines Glück, dass der Bezirksligist SV 03 Tübingen sein Heimspiel gegen Croatia Reutlingen auf dem Rasenplatz austrug und der Kunstrasen in der Jahnallee frei war. Erst eineinhalb Stunden vor Anpfiff fiel die Entscheidung, auf den städtischen Kunstrasen auszuweichen. Ein großes Schild auf dem TSV-Gelände verwies die Zuschauer an den neuen Spielort und so waren immerhin noch 150 Zuschauer in die Jahnallee gekommen.

 

Die sahen kein unfaires, aber ein rassiges Derby. Bei einem Foul an Niklas Kramer verletzte sich Pfrondorfs Robert Kuhn bereits nach zwei Minuten so unglücklich selbst, dass er mit dem Krankenwagen abgeholt werden musste. Dem Spieler gelten die besten Genesungswünsche. Die erste echte Chance hatten die Pfrondorfer nach 17 Minuten: Innenverteidiger Badtke zwirbelte einen Freistoß aus 25 Metern ans Quergebälk. Vor allem durch Standardsituationen war der Lustnauer Erzrivale brandgefährlich. Einmal hielt außerdem TSV-Keeper Philipp Wallochny stark (27.), gleich zwei Mal gab der Schiedsrichter Marchese (Engstingen) Pfrondorfer Treffer wegen Abseitsstellungen nicht. Lustnau wurde erst zum Ende der ersten Hälfte stärker: Perica Lekavski war frei durch, doch sein Lupfer geriet zu kurz (43.). Zwei weitere Male kamen Lustnauer Angreifer zum Abschluss, verzogen aber deutlich.

 

Nach dem Seitenwechsel war zu spüren, dass sich der TSV einiges vorgenommen hatte. Nun wurden die Pfrondorfer energischer angelaufen und zunehmend in die eigene Hälfte gedrängt. Bei zwei Eckbällen war der TSV der Führung nahe, doch Rudi Feratis Kopfball wurde noch zu einer weiteren Ecke geklärt (57.). Den ein oder anderen Angriff spielte Lustnau aber auch nicht konsequent zu Ende. Mehr und mehr sprach dafür, als ob es ein Derby ohne Tore geben sollte. Man hatte das Gefühl, dass die Pfrondorfer mit einem Punkt auch zufrieden gewesen wären. Doch durch Konter blieb der SVP gefährlich. Mit frischen, eingewechselten Offensivkräften brachte Pfrondorf die Lustnauer Defensive genau einmal durcheinander - es sollte die Entscheidung sein. Pfrondorfs Hahn traf aus zehn Metern ins kurze Eck. Da lief die 82. Minute. Kurz vor Schluss bekam Lustnaus Rudi Ferati noch die gelb-rote Karte, weil er einen Elfmeter forderte. Das fiel nicht mehr ins Gewicht.

 

Der TSV hat so nach dem 0:2 gegen Hirrlingen und dem 0:1 beim SV Wendelsheim beim dritten Spiel in Folge kein Tor geschossen. Die Lekavski-Elf muss sich nun das verlorene Selbstvertrauen zurückholen und nach dem spielfreien Sonntag gegen den SV 03 Tübingen II zurückkommen (Sonntag, 30. November, 14.30 Uhr). Zu viele individuelle Fehler kosteten in den letzten Wochen wertvolle Punkte und dennoch sind die Blauen immer noch Tabellendritter. Auch dieses Derby gegen den SV 03 II wird aller Voraussicht nach auch auf dem Jahnallee-Kunstrasen stattfinden.

 

So spielten Sie: Wallochny - Theis, Pfefferlein, Tönges, Lenz - Ferati, Stauf (86. Yavuz), Bothe - Kramer, Wiehl (80. Özcan) - Lekavski.

 

2. Mannschaft

 

Für Freude sorgte weiterhin die zweite Mannschaft in der B-Liga. Die kickte wegen besagter Platzprobleme bereits am Samstag ebenfalls auf dem Jahnallee-Kunstrasen gegen den TSV Gomaringen II. Und gewann dank eines Doppelpacks von Francesco Lopergolo (67./90.) mit 2:0. Der TSV investierte vor allem in der zweiten Hälfte mehr und verdiente sich so den Erfolg. Das letzte Spiel der Vorrunde findet am Sonntag in einer Woche gegen den SV Unterjesingen statt (12.45 Uhr). Es spricht vieles dafür, dass auch diese Partie gegen den Ex-Klub von TSV II-Trainer Cesare Lupo erneut auf dem Kunstrasen in der Allee ausgetragen wird.

 

So spielten Sie: Maier - Vetter, Weber, Jöchner, Braun - Köhler, Francesco Lopergolo, Yavuz, Weitz, Grupp - Osei. Eingewechselt: Filippo Lopergolo, El Maatoui, Lindenschmid.

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