TSV Lustnau 1888
TSV Lustnau 1888

Eine Serie reißt

Erzielte sein 20. Saisontor: Perica Lekavski

(26.04.) Der TSV Lustnau hat das Topspiel des 25. Spieltags gegen Ligaprimus SSC Tübingen vor rund 250 Zuschauern mit 1:3 verloren und damit auch den Anschluss an Platz zwei.

 

Viel vorgenommen hatten sich die Jungs um Spielertrainer Perica Lekavski und Ersatz-Co-Trainer Uwe Dreher, um es dem Spitzenreiter der Kreisliga A3 so ungemütlich wie möglich zu machen. Davon war allerdings in den ersten Spielminuten wenig zu sehen. Der SSC begann druckvoll und hatte nach zwei Minuten durch einen Kopfball aus kürzester Distanz die erste Möglichkeit, Wallochny konnte in letzter Sekunde eingreifen. Vier Minuten später durften die SSC-Anhänger dann das erste Mal jubeln. Nach einem Eckball wurde der Ball nicht sauber geklärt, Dimitrios Katsaras bedankte sich und setzte das Spielgerät per sehenswerter Volleyabnahme in den Winkel. Im kompletten Spielverlauf hatten die Lustnauer so ihre Probleme mit dem ehemaligen griechischen Zweitligaprofi, der sich geschickt im Mittelfeld die Bälle erarbeitete und immer wieder für Gefahr im Lustnauer Strafraum sorgte. Nach dem Gegentreffer schien der TSV dann aufgewacht zu sein, erarbeitete sich Chancen und fand besser in die Partie. Die beste Chance hatte Perica Lekavski, der jedoch im eins gegen eins am Gästekeeper scheiterte. Lustnau drückte und kassierte in der 21. Spielminute den zweiten Gegentreffer durch einen Konter. Mit diesem Spielstand ging es in die Kabinen. Den besseren Start in den zweiten Durchgang hatten die Blau-Weißen. Selman Yavuz wurde mustergültig frei gespielt, stand frei vor dem Gästekeeper und zirkelte den Ball an jenem vorbei ans Außennetz. Vielleicht genau diese Situationen die eine absolute Spitzenmannschaft ausmachen: Aus wenigen Chancen viel Kapital zu schlagen. Lustnau war zu diesem Zeitpunkt die bessere Mannschaft und dem Anschlusstreffer gefährlich nahe. Zu nahe wie sich der SSC wohl dachte. Freistoß aus gut 20 Meter, Katsaras auf einen völlig allein gelassenen Markus Klaiber, der einen am Boden liegenden SSC-Spieler anschoss, welcher den Ball unhaltbar ins Tor ablenkte. Ein Treffer der so nie hätte zählen dürfen, da der Spieler am Boden meterweit im Abseits lag und Torwart Philipp Wallochny behinderte wodurch er zweifach von einer passiven zu einer aktiven Abseitsstellung über wechselte. Mit der Chance von Selman Yavuz vielleicht die spielentscheidende Szene, da anschließend nur noch wenig passierte. Der SSC beruhte sich darauf die Bälle aus der eigenen Hälfte fern zu halten und schickte immer wieder ihre schnellen Außenspieler. Lustnau erarbeitete sich zwar noch Chancen, aber keine wirklich zwingenden. Perica Lekavski gelang per Foulelfmeter in der 66. Minute zwar noch der Anschluss, man hatte jedoch das Gefühl, dass auch in weiteren 90 Minuten der Ball aus dem Spiel heraus wohl nicht im Tor des SSC Tübingen gelandet wäre. Im Großen und Ganzen war der Sieg der Tübinger verdient, es war ein Spiel auf Augenhöhe in dem der TSV nicht die schlechtere Mannschaft war, sich jedoch für den Aufwand nicht belohnte.

 

So reißt eine Serie, Lustnau war seit dem 30.11.2014 ohne Pflichtspielniederlage und auf Platz eins der Rückrundentabelle. Jenen ersten Platz hat sich der SV Pfrondorf nun gesichert. Durch den Sieg von Altingen ist wohl auch Platz zwei in weite Ferne gerückt. Altingen schlug Wendelsheim mit 3:2 und hat bei noch zu vergebenen 15 Punkten bereits 6 Punkte Vorsprung auf unseren TSV und das deutlich bessere Torverhältnis. Die Mannschaft von Perica Lekavski wird allerdings den Teufel tun und sich nun hängen lassen. Es gilt nächste Woche bei der fast schon sicher abgestiegenen Azurri aus Mössingen drei Punkte zu holen und weiter am Ball zu bleiben. 

 

Aufstellung

Restprogramm
2. Altingen 54/68:29/+39 3. Lustnau 48/56:33/+23 4. Pforndorf 44/76:48/+28
    A) Oberndorf
A) Bodelshausen A) Azurri A) Wendelsheim
H) Pfrondorf H) TSG  A) Altingen
A) Ofterdingen A) Hirrlingen H) SV03
H) SV03 H) Wendelsheim A) Rottenburg
A) Eintracht Rottenb. A) Pforndorf H) Lustnau

Zweite mit starker Vorstellung

Unsere zweite Mannschaft hat durch eine ganz starke Leistung den TGV Entringen mit einer 5:1 Packung nach Hause geschickt und sich dadurch wieder etwas von den Abstiegsrängen absetzen können. Murat Yilmaz war wohl der Mann des Spiels. Er sorgte per sehenswertem Seitfallzieher für die Führung und legte kurz darauf einen zweiten Treffer gegen seinen Ex-Verein nach. Sascha Kress hielt die gefährliche 2:0 Führung fest, als er im eins gegen eins gegen den anstürmenden Entringer Sieger blieb. Kurz vor der Pause sorgte Peter Gravenhorst mit dem 3:0 für die Vorentscheidung. Im zweiten Durchgang schraubte Francesco Lopergolo mit seinem Doppelpack den Spielstand gar noch auf 5:0. Entringen gelang per Foulelfmeter eine Minute vor Schluss nur noch Ergebniskosmetik. Wer weiß wo unsere zweite Mannschaft stehen würde, wenn sie diese Leistung jedes Wochenende abrufen würde. Es war auf jedenfall die richtige Antwort auf die schwache Leistung vergangene Woche in Hailfingen. 

 

Aufstellung

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