TSV Lustnau 1888
TSV Lustnau 1888

Ein echter Knaller: TSV zu Gast auf dem Holderfeld

Will am Sonntag gegen den Ex-Klub treffen: Perica Lekavski.

(11.10.) Auf solche Spiele musste der TSV lange warten. Am morgigen Sonntag (15 Uhr) trifft die Elf von Spielertrainer Perica Lekavski im Stadtderby auf den SSC Tübingen. Doch das Spiel auf dem Holderfeld ist noch nur aufgrund der Tatsache Brisant, da es ein Derby ist – nein, es gibt noch viel mehr. Für das Lustnauer Trainerduo Lekavski und Ferhat Yilmaz ist es die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Und ein Blick auf die Tabelle verrät noch mehr, was in dieser Partie drin steckt: Es ist das Duell des Tabellenersten gegen den Zweiten. Ein Spitzenspiel.

 

Der TSV geht dabei eindeutig als Außenseiter in die Partie. Der SSC wird gefordert sein, denn der Nordstadtklub ist nach beeindruckenden 10:0- und 7:2-Siegen gegen den FC Rottenburg II und den SV 03 Tübingen II endgültig zum Meisterfavoriten avanciert. Auf dem heimischen Holderfeld hat der SSC außerdem eine blütenweiße Weste und gewann alle vier Heimspiele mit einem Torverhältnis von 18:5. Aber selbstverständlich hofft der TSV auf seine Chance. Nachdem zum Saisonstart fast eine komplette Mannschaft noch fehlte, ist der ein oder andere Akteur mittlerweile zurückgekehrt. Die Folge: Der TSV ist seit sechs Spielen ungeschlagen, musste dabei nur beim 1:1 bei Ofterdingen II einen Punktverlust hinnehmen. Ein Mann fällt aber immernoch aus: TSV-Co-Trainer Ferhat Yilmaz. Er wird die Rückkehr zu seinem Ex-Klub zumindest auf dem Feld wegen seines Kreuzbandrisses verpassen.

 

Dafür ist der Lustnauer Spielertrainer dabei. Perica Lekavski, mit neun Saisontoren führend in der Torjägerliste. Und auch da kommt der bislang härteste Konkurrent vom SSC. Denn auch deren Angreifer Dimitrios Katsaras bringt es auf neun Treffer – alleine fünf davon letzten Sonntag in Rottenburg. Gegenüber der Lokalpresse äußerste sich Lekavski sehr positiv über seinen alten Klub. Kein Wunder: Der 34-Jährige feierte mit dem SSC große Erfolge. In der Saison 2007/2008 wurde Lekavski mit 31 Toren für den SSC Torschützenkönig der Kreisliga A 3. Eine Saison später stieg der SSC dann sogar in die Bezirksliga auf – auch dank 27 Lekavski-Treffern. Die Tübinger wurden damals von Sasa Grahovac trainiert, der die vergangenen beiden Jahre bekanntlich auch noch für Lustnau kickte. Später übernahm Lekavski den SSC-Trainerposten von Grahovac und die Mannschaft schaffte in der Bezirksliga den Nichtabstieg. Ein Jahr darauf, es war die Saison 2010/2011, gerieten die Nordstädter aber in einen Negativstrudel. Lekavski gab nach einem 0:8-Debakel gegen Gomaringen schließlich als Trainer auf. Das rief den TSV auf den Plan, den Lustnauer Jungen zurückzuholen. Im Januar 2011 war der Wechsel dann perfekt.

 

Jetzt die Rückkehr. Einmal hat Lekavski in einem Pflichtspiel für den TSV gegen den SSC gekickt. Im April 2011 gegen den SSC II in der B-Liga. Damals gewann der TSV mit 3:2 – dank eines Doppelpacks von Lekavski. Später gelang Lustnau dann nach der Relegationspanne der A-Liga-Aufstieg. Hinzu kamen einige Testspiele. Überbewerten darf man sicherlich nicht, dass der TSV beim Neckarpokal vor der Saison den SSC mit 5:1 besiegte. Der Rivale war dort mit einer besseren A-Jugend aufgetreten, das Spiel hat keinerlei Aussagekraft. Vier Treffer steuerte damals Santi Schäufele dabei. Doch das Herzstück des TSV-Spiels plagt sich mit Knieproblemen herum und konnte in dieser Saison erst drei Partien absolvieren. Auch für einen Einsatz am Sonntag sieht es schlecht aus. Mit Omar Bayo, der vor der Runde vom SSV Reutlingen II kam, kehrt dafür ein weiterer Ex-SSCler zu seinem alten Verein zurück. Das sollten genug Gründe sein, am kommenden Sonntag um 15 Uhr die Stemmler-Arena in der Nordstadt aufzusuchen – der TSV wird pünktlich zum Derby auch in neuen Trikots auflaufen. Lustnaus Trainer Lekavski tippte beim Tagblatt im Übrigen auf einen 2:1-Erfolg für seine Elf. Das wäre sicherlich eine gern gesehene Überraschung. Übrigens: Bereits um 13 Uhr kickt der SSC II gegen den TSV Hagelloch. Und der SSC II wird bekanntlich vom Ex-TSV-Spieler Hamza Yigitbay trainiert. Die zweite Mannschaft des TSV muss um 15 Uhr beim Tabellendritten der Kreisliga B 5, dem TGV Entringen, ran. 

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