TSV Lustnau 1888
TSV Lustnau 1888

TSV findet nicht in die Spur

2:0-Niederlage in Kiebingen. Den Abwehrriegel der Gastgeber nicht geknackt.

Musste kurz vor Schluss verletzt raus: TSV-Rechtsverteidiger Eren Özcan.

(01.09.) Drittes Spiel, dritte Niederlage. Der TSV Lustnau hat endgültig einen klassischen Fehlstart in die A-Liga hingelegt. Beim TSV Kiebingen spiegelte sich wider, was in den Partien gegen Rottenburg II (1:2) und Altingen (2:3) schon zu sehen war. Auch in Kiebingen war Lustnau keineswegs die schwächere Mannschaft, nutzte aber in einem hart geführten Spiel seine Chancen nicht und fand gegen einen defensiv ausgerichteten Gegner nicht die entscheidenden Mittel. So gewann Kiebingen glücklich mit 2:1, was die Gastgeber laut der aktuellen Presseberichte offenbar anders sahen.

 

Lekavski hatte im Vergleich zu den ersten beiden Saisonspielen seine Innenverteidiger getauscht: Yannic Pfefferlein (von der TSG Tübingen II gekommen) und Christoph Lenz verteidigten hinten drin. Für die privat verhinderten Santiago Schäufele und Omar Bayo rückten Frieder Erne und Oliver Breit in die Startelf. Die erste Chance des TSV hatte Neuzugang Dennis Theis, der nach feinem Pass in die Schnittstelle der Viererkette von Spielertrainer Perica Lekavski alleine auf das Kiebinger Gehäuse zu lief, aber im Gästeschlussmann seinen Meister fand (12.). Immer wieder konnte der agile Niklas Kramer auf dem linken Flügel für Wirbel sorgen, in der ersten halben Stunde drückten die Blauen den Gegner tief in die eigene Hälfte. Kiebingen kam nur durch Entlastungsangriffe vors Lustnauer Tor. TSV-Keeper Philipp Wallochny musste einmal im Eins-gegen-Eins-Duell klären. Dann die 21. Minute: Ein umstrittener Freistoßpfiff, ein Flachschuss aus gut 25 Metern aus halbrechter Position, alle Mann verpassen, Keeper Wallochny kann nicht mehr klären. Lustnau lag zurück, obwohl man die Anfangsphase bestimmte. 

 

Mit der Führung war Kiebinger zwar besser im Spiel, zog aber noch weiter zurück. Dem TSV fehlte es in der Folge an klaren Möglichkeiten. Einmal war Spielertrainer Perica Lekavski durch, doch ein Kiebinger grätschte im letzten Moment dazwischen (34.). Allerdings erspielten sich die Kiebinger bis zur Pause keine eigene Möglichkeit mehr. Die Gastgeber waren eher darum bemüht, bereits Zeit zu schinden: gleich vier Mal ließen sich Spieler auf dem Feld behandeln. Lustnau nahm nach der Pause die harte Spielweise der Kiebinger an und die Partie wurde ruppiger und härter, was sich an der Qualität des Spieles bemerkbar machte.

 

Lustnau war bemüht, fand aber in der zweiten Hälfte keine Mittel. Erst recht, als der schwach leitende Schiedsrichter Niklas Kramer wegen einer vermeintlichen Schwalbe nach einer Stunde mit Gelb-rot des Feldes verwies. Eine lachhafte Entscheidung. Allerdings muss sich der TSV vorwerfen lassen, dass man trotz des Rückstandes nun keine klaren Einschussmöglichkeiten zu Stande bekam. Die beste Chance hatte noch Christoph Lenz, dessen Befreiungsschlag auf dem klitschnassen Rasen aufsetzte und vom Torhüter gerade noch über die Latte gelenkt werden konnte. Nach einem leichten Ballverlust in der Vorwärtsbewegung liefen die Kiebinger dann zu dritt gegen Innenverteidiger Lenz an, spielten diesen aus und ein Stürmer schob den Ball gegen den machtlosen Wallochny ins leere Tor.

 

In der Schlussphase versuchte der TSV nochmal zu drücken und hatte auch noch Gelegenheiten. Tilman Klein verkürzte in der Nachspielzeit mit einem Aufsetzer aus 16 Metern noch auf 1:2. Einen Angriff sollte der TSV noch bekommen. Ein langer Ball und Selman Yavuz kommt im Strafraum nochmal zum Abschluss. Doch der schwer zu nehmende Ball fliegt über das Tor. Die dritte Niederlage des TSV war perfekt. Bereits in der letzten Saison erwischte der TSV keinen guten Saisonstart und steigerte sich dann gewaltig. Bereits am Mittwoch wartet das nächste Spiel. Dann kommt um 18.15 Uhr die SGM Poltringen/Pfäffingen an die Bismarckstrasse.

 

So spielten Sie: Wallochny - Özcan (87. Klein), Lenz, Pfefferlein, Frieder Erne (54. Braun) - Ferati - Ingmar Köhler, Breit, Theis (59. Yavuz), Kramer - Lekavski.

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