TSV Lustnau 1888
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Perica Lekavski unter den letzten fünf zur Wahl des „Amateur des Jahres“

Spielertrainer Perica Lekavski steht bei der Wahl zum Amateurfußball des Jahres unter den letzten fünf Kandidaten. 

Anfang Dezember meldete ihn seine Gattin Helena Lekavski beim Onlineportal „fussball.de“ zur Wahl an, nun wurde bekannt, dass die Jury des Deutschen Fußballbundes den 35-Jährigen in den Endauswahl gewählt hat.
Perica Lekavski musste im Alter von elf Jahren wegen des Krieges aus seiner Heimat flüchten. Er wurde im bosnischen Derventa geboren. Er kam nach Deutschland ohne die Sprache zu sprechen und fand sich auch durch den Fußball in einem neuen sozialen Umfeld zurecht. Schnell kickte er beim TSV Lustnau und war schon mit 18 Jahren für den TSV in der Bezirksliga aktiv. Lekavski kickte später u.a. beim TSV Schönaich in der Verbandsliga, davor und danach auch beim SV 03 Tübingen sowie dem SV Nehren. Seine erste Trainerstation hatte er als Spielertrainer beim SSC Tübingen. Von dort kehrte er in der Winterpause der Saison 2010/11 zunächst ein halbes Jahr als Co-Trainer des damaligen Coaches Uwe Dreher, dann ab Sommer 2011 als Cheftrainer zu seinem Verein nach Lustnau zurück.
Lekavski wurde während seiner Karriere bereits mehrmals Torschützenkönig und liegt auch aktuell auf Platz zwei der Tübinger Kreisliga A 3. Er ist ein verbissener Trainer, der für den Erfolg alles gibt, aber auch den Spaß am Spiel fördert. „Er hatte es nicht immer einfach im Leben“, sagt Ehefrau Helena, „aber Fußball hat ihn davor bewahrt, auf eine schiefe Bahn zu geraten.“ Außerdem vergesse Lekavski trotz seiner Tätigkeit nie, sich um die Gattin und die erst zehn Monate alte Tochter zu kümmern.
Zur Wahl zum „Amateur des Jahres“ steht Lekavski auch, weil er anlässlich der schlimmen Flutkatastrophe in seiner Heimat im Sommer 2014 eine Spendenaktion ins Leben gerufen hatte. Gemeinsam mit Fans und Spielern des TSV Lustnau kamen tausende Euro zusammen, von denen Lekavski selbst Lebensmittel einkaufte, die er mit Freunden und Familie in LKWs verlud. Er kümmerte sich auch darum, dass die Hilfspakete auch tatsächlich dort ankamen, wo sie benötigt wurden. Diese Aktion, die federführend von Croatia Reutlingen und deren Trainer organisiert war, fand große Unterstützung. Außerdem wurde Lekavski erst am 21. Januar von Horst Beck, dem Bezirksvorsitzenden des Bezirkes Alb, für eine Fair-Play-Aktion geehrt. Mitte Oktober führte der TSV Lustnau im Heimspiel gegen den SC Azzurri Mössingen mit 2:1, als Lekavski den Torhüter der Gäste umspielt hatte und den Ball ins leere Tor hätte einschieben können. Lekavski hatte nicht bemerkt, dass sein Mitspieler Omar Bayo in der eigenen Hälfte liegengeblieben war und die Azzurri-Verteidiger davon ausgingen, dass das Spiel unterbrochen wird. Als der Lustnauer Spielertrainer dies bemerkte, spielte er den Ball in Seitenaus, anstatt ihn ins leere Tor einzuschieben.
Am Donnerstag, den 29. Januar kommt das Medienteam des Deutschen Fußballbundes nach Lustnau, um Lekavski in den eigenen vier Wänden und anschließend beim ersten Training auf den neuen Lustnauer Kunstrasen zu filmen. Jeder der Kandidaten erhält einen solchen Imagefilm. Die Endabstimmung beginnt am 7. Februar.
Der TSV Lustnau würde sich freuen, wenn sich viele Vereine und Spieler daran beteiligen. Der Gewinner erhält neben einem persönlichen Preis auch einen Trikotsatz für sein Team.
Mehr Informationen:

http://www.fussball.de/newsdetail/amateure-des-jahres-wahl-startet-am-72/-/article-id/114554#!/section/stage

 

 

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