TSV Lustnau 1888
TSV Lustnau 1888

TSV schlägt sich in Altingen praktisch selbst

Elfmeter verschossen. Trotzdem geführt. Und kurz vor Schluss den Todesstoß kassiert.

Ingmar Köhler versuchte im TSV-Mittelfeld die Fäden zu ziehen.

(24.08.) Der TSV Lustnau hat auch sein zweites Spiel in der Tübinger A-Liga verloren. Beim TSV Altingen trafen die Blauen auf einen aggressiven Gegner, der hinten gnadenlos abräumte und im Offensivspiel von individuellen Patzern der Lustnauer profitierte. Dabei hätte der TSV das Spiel schon vor der Pause entscheiden hätte können.

 

Trainer Perica Lekavski änderte sein Team im Vergleich zur Vorwoche auf vier Positionen. Für Torhüter Eric Maier rückte Philipp Wallochny gegen seinen Ex-Klub Altingen in den Kasten. Außerdem spielten Neuzugang Omar Bayo, Rudi Ferati sowie Santiago Schäufele für den angeschlagenen Oliver Breit, Christoph Lenz und Lukas Erne. Und der TSV war in der Anfangsphase die bessere Elf, verpasste es aber, sich gute Chancen zu erspielen. Die beiden besten Möglichkeiten hatten jedoch zunächst die Altinger, doch TSV-Schlussmann Wallochny war zwei Mal zur Stelle. Auf der anderen Seite köpfte ein Altinger Abwehrmann an den Pfosten des eigenen Tores (32.). Dann die dicke Führungschance: Nach einem Foul an Niklas Kramer gab es einen berechtigten Strafstoß. Omar Bayo schnappte sich die Kugel, schoss links unten, doch Altingens Keeper hielt gut. Im Anschluss daran rutschte dem Altinger Keeper beinahe eine harmlose Flanke ins Netz.

 

Und so ging es ohne Tore in die Pause. Nachdem Seitenwechsel sollte das Spiel aber Fahrt aufnehmen. Keine zwei Minuten waren gespielt, als Santiago Schäufele den Ball nach einem Freistoß aus 20 Metern hart ins Torwarteck drischte. Das Netz zappelte, der TSV führte. Doch mit der Führung tat der TSV nach vorne zu wenig. Nachdem TSV-Keeper Philipp Wallochny patzte und einen Rückpass nicht verarbeiten konnte, hätte ein Altinger nur noch ins leere Tor schieben müssen. Alleine: Er traf nur den Pfosten. Doch wenig später der Ausgleich. Tilman Klein grätschte im Strafraum, der Gegenspieler nahm dankend an. Ein korrekter Pfiff, Wallochny war in der richtigen Ecke, der Schuss allerdings zu platziert - 1:1 (67.).

 

Nun entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, wobei Altingen mit der Hereinnahme des wuchtigen Angreifers Celik dem TSV Probleme bereitete. Wieder ein Ball in die Tiefe, Keeper Wallochny und ein Altinger Stürmer sind gleichzeitig am Ball, der Ball kullert gen Eckfahne. Ein Querpass später kann Altingens Schmengler, der bereits den Elfmeter verwandelte, mühelos einschieben. Eine Viertelstunde vor Schluss lag der TSV hinten. Doch er kam zurück: Ein öffnender Pass in die Tiefe von Santi Schäufele, Flanke des eingewechselten Oliver Breit und eine solche Gelegenheit lässt sich TSV-Coach Lekavski nicht nehmen. Er köpfte zum 2:2 ins Netz, es lief die 82. Minute.

 

Doch Altingen hatte nochmals die Antwort parat. Weil Dominik Reif und Eren Özcan sich gegenseitig behinderten und Torhüter Wallochny den haltbaren Schuss des Dreifachtorschützen Schmengler unter dem Körper hindurch ins Netz rutschen ließ (87.). Der TSV konnte keine nennenswerte Torchance mehr herausspielen und musste mit einer Niederlage nach Hause fahren. Im Endeffekt hatten sich die Blauen an diesem Nachmittag selbst geschlagen. Eine Niederlage, die vor rund 150 Zuschauern in die Kategorie vermeidbar einzuorndnen ist. Am kommenden Sonntag (15 Uhr) muss die Lekavski-Elf erneut auswärts ran. Dann beim TSV Kiebingen.

 

Es spielten: Wallochny - Özcan, Reif, Klein, Bayo - Ferati - Ingmar Köhler (83. Frieder Erne), Schäufele, Kramer (67. Breit), Theis - Lekavski.

 

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