TSV Lustnau 1888
TSV Lustnau 1888

1:3 Niederlage im Samstagsspiel

Tabellendritter ist der VfB Bodelshausen jetzt. Nach dem Sieg am Samstag war er sogar für einen Tag Tabellenführer. Vor der Saison hatten wohl nur VfB-affine Daueroptimisten den Klub in solchen Regionen der Tabelle erwartet. Und doch steht die Mannschaft mit sechs Siegen aus sieben Partien da oben. Mit dem neu gewonnenen Selbstvertrauen starteten die Bodelshausener gut in die Partie gegen den TSV Lustnau, der als einer der Titelfavoriten in die Saison ging.


Bereits in der neunten Spielminute irrititierte der VfB die Lustnauer mit der Führung: Clemens Herrmann war plötzlich allein vor TSV-Keeper Phillipp Wallochny aufgetaucht und hatte ihm keine Chance zugelassen. Das frühe Gegentor brachte die Gastgeber aus Lustnau allerdings nicht aus der Ruhe, Spielertrainer Perica Lekavski sorgte nur wenig später für den Ausgleich (14.): Der Torjäger umkurvte Bodelshausens Torhüter Daniel Löwenstein und schob ein. Nach der turbulenten Anfangsphase flachte die Partie etwas ab. Viele Ballverluste und ungenaue lange Bälle verhinderten erfolgreiche Offensivaktionen. Lediglich Lekavski hatte kurz vor der Halbzeit die große Chance zum Ausgleich, als er nach einem gelungenen Spielzug seines Teams an den Pfosten köpfte. So ging es aus Bodelshausener Sicht mit etwas Glück mit einem Remis in die Halbzeitpause.


Nach der Pause waren erneut die Lustnauer am Drücker; Lekavski scheiterte nach einer missglückten Flanke, die an den Pfosten klatschte, mit einem Flugkopfball am Keeper. Wenige Minuten später musste der gefährlichste Lustnauer dann raus: Spielertrainer Lekavski wurde nach einem Zusammenprall mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausgewechselt werden. Ohne ihren besten Torschützen strahlten die Lustnauer kaum noch Torgefahr aus, kam nur zu Halbchancen. Im Gegensatz zum VfB aus Bodelshausen: Aus zwei Chancen machten die Bodelshausener in Person von Spielertrainer Marc Voller zwei Tore und entschieden die Partie: Erst staubte Vollmer nach Unordnung im Lustnauer Strafraum ab (81.), dann machte er Lustnaus Pleite mit einem clever ausgespielten Konter zum 3:1 perfekt (90.).


 


Vaterfreude, Schädeltrauma


Bodelshausens Spielertrainer Marc Vollmer musste am Samstag aus Lustnau direkt in die Tübinger Kliniken. Grund: Seine Frau hatte am Samstag ihren Geburtstermin für das gemeinsame Kind. "Von Lustnau hoch in die Klinik ist es ja nicht weit", scherzte der freudenstrahlende Doppeltorschütze. Auch in die Klinik musste Lustnaus Spielertrainer Perica Levaski - allerdings aus weniger erfreulichen Gründen, nämlich wegen seines Zusammenpralls im Spiel. Diagnose: Schädel-Hirn-Trauma.

 

Quelle: Schwäbisches Tagblatt Ausgabe vom 21.09.2015, Ferdinand Schwarz

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